Am Ende die Punkte in Braunschweig gelassen

Auch beim Tabellenvorletzten Braunschweig Lions II gingen die VfL Oldenburg Knights mit einer 10:15 Niederlage leer aus. Während die Defense der Grün-Weißen Ritter gewohnt sicher agierte, kam die Offense der Gäste mit dem teils sehr heftigem Wind auf der Roten Wiese in Braunschweig deutlich schlechter zurecht als die Lions. Es sollte bis zur zweiten Halbzeit dauern bevor das Angriffsspiel der Knights in Schwung kam, da lag man aber bereits mit 0:15 hinten. Auch die Rückkehr von Jannik Schmidt (USA-Aufenthalt) und Kyle Barnett (Schulterverletzung) ins Team gab der Offense zunächst nicht die nötige Sicherheit. Zu unpräzise war das Passspiel um die Braunschweiger ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Da aber gleichzeitig die Oldenburger Defense die Gastgeber immer wieder in den vierten Versuch zwang konnten auch die Lions im ersten Viertel nichts Zählbares verbuchen.

Dies sollte sich im zweiten Viertel allerdings ändern. Während bei den Knights, die jetzt gegen den Wind spielten, das Passspiel überhaupt nicht mehr funktionierte konnten die Lions per Touchdown sowie einer erfolgreichen Two-Point-Conversion mit 8:0 in Führung gehen. Als ob die Offense der Knights nicht schon genug verunsichert gewesen wäre, so musste sie wenig später auch noch den verletzungsbedingten Ausfall von Wide Receiver Raphael Jeskulke hinnehmen. Wenig später hätten die Gäste dann aber doch noch fast Grund zum Jubeln gehabt als Quarterback Justus Marterer kurz hintereinander zwei Pässe auf Ikena Ukachu sowie Kyle Barnett anbringen konnte und so sein Team in Fieldgoal Nähe bringen konnte. Der Kick missglückte allerdings und wurde von einem Braunschweiger Spieler über 70 Yard zum Touchdown getragen. Mit dem Extrapunkt stellten die Lions den 15:0 Halbzeitstand her.

Nach der Pause kam die Oldenburger Offense immer besser ins Spiel, auch wenn zunächst nichts Zählbares dabei rumkam. Grund hierfür war sicherlich auch, dass Justus Marterer aufgrund der dezimierten Offense-Line selten die nötige Zeit bekam einen präzisen Pass auf Schmidt, Ikatchu oder Barnett anzubringen. Stattdessen war er immer wieder auf der Flucht, vor der Braunschweiger Defense. Erst im letzten Viertel sollte der Knoten bei den Knights platzen, als Barnett in der Endzone einen Pass von Marterer fangen konnte. Den Extrapunkt verwandelte Jannik Birk sicher zum 7:15. Nun setzten die Knights den Gegner stark unter Druck und kamen schnell wieder in Ballbesitz. Per Fieldgoal verkürzt erneut Jannik Birk auf 10:15. Nun hätte ein einziger Touchdown gereicht um bei einer Restspielzeit von weniger als zwei Minuten das Spiel noch zu Gunsten der Knights zu drehen. Zwei diskussionswürdige Situationen verhinderten dann aber einen Last-Minute-Sieg der Oldenburger. Ein Pass auf Barnett reichte zwar nicht zum 1st Down, wurde aber von den Schiedsrichtern deutlich hinter dem Downmarker platziert. Der darauffolgende Pass von Marterer in die Endzone wurde zwar von Barnett gefangen, aber von den Schiedsrichtern nicht als Touchdown gegeben. Stattdessen kamen die Lions wieder in Ballbesitz und konnten die Uhr in Ruhe runterlaufen lassen. „Wir haben eine hervorragende Defense gespielt, die letztendlich nur 8 Punkte zulassen musste. Aber unsere Offense ist erneut erst in der 2ten Halbzeit in Schwung gekommen. Am Ende zählt aber das was auf dem Score steht und nicht was gerecht wäre. Wir haben halt die vielen Chancen nicht verwertet“, äußerte sich Trainer Florian Rückeshäuser nach dem Spiel sichtlich enttäuscht.

Bilder: Susanne Dorendorf

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