Arm an Varianten, aber effektiv

Knights unterliegen abermals im Marschwegstadion

Typische Szene für das Spiel der Generals

Nieselregen machte das Spiel der VfL Oldenburg Knights gegen die Göttingen Generals zu einer überaus rutschigen Angelegenheit. Schnell erwies sich das laufbetonte Spiel der Gäste bei diesen Bedingungen als das bessere Rezept die gegnerische Endzone zu erreichen. Allerdings bekamen die knapp 350 Zuschauer durch diese Spielweise ein alles andere als attraktives Spiel zu sehen. Werbung für den Football sieht anders aus. Ein geblockter Kick der Knights kurz vor Ende des ersten Viertels brachte die Offense der Generals innerhalb der Redzone (20 Yards vor der Endzone) in aussichtsreicher Position in Ballbesitz. Es sollte der einzige Fehler der Oldenburger Defense in Hälfte Eins bleiben, aber einer mit Folgen. Konsequent nutzen die Göttinger die gute Ausgangsposition und beförderten den Ball mit dem zweiten First Down in einem unübersichtlichen Gewühl durch Arjan van der Horst in die Oldenburger Endzone. Mit einer Two Point Conversion erhöhte Marc Klinkermann auf 8:0. Auf der anderen Seite versuchten die Knights immer wieder ihr Passspiel aufzuziehen hatten aber immer wieder Probleme das glitschige Spielgerät unter Kontrolle zu bringen. „Das war heute gar nicht so einfach mit dem nassen Ball, der zudem im Verlauf immer schwerer wurde, so dass es schwierig war Pässe in die Tiefe zu werfen“, berichtet Knights-Quarterback Justus Marterer. So kam es, dass immer wieder Running Back Andreas Loreth den Weg durch die Mitte suchte und für Raumgewinne der Knights sorgte. Für Punkte sollte es im ersten, nicht einmal 40 Minuten Brutto Spielzeit dauernden, Umgang aber nicht mehr reichen.

Gerademal zwei Pässe hatte der Göttinger Quarterback im gesamten ersten Umgang geworfen. So erwischte er die Defense der Knights kurz nach der Pause komplett auf dem falschen Fuß als er überraschend einen 40 Yards Pass auf Tobi Neumann warf, der den Ball in die Endzone zum 14:0 trug. „Wir haben uns zu sehr auf das Laufspiel der Göttinger konzentriert, so dass die uns mit diesem Pass überraschen konnten“, erzählt Püschel. Nun beorderte Headcoach Florian Rückeshäuser Kyle Barnett auf die Quarterback Position um das Spiel noch zu drehen. Und die Maßnahme sollte zunächst auch von Erfolg gekrönt sein. Der Amerikaner nutze seine Wendigkeit um durch eigenes Laufspiel sein Team Meter um Meter an die Endzone der Göttinger heranzubringen. Den Touchdown zum 6:14 erzielte er dann aber nicht selbst, sondern bediente Wide Receiver Raphael Jeskulke mit einem Pass über 30 Yards den dieser aus der Luft fischte. Wenig später dann aber ein Schockmoment für die Gastgeber als Barnett getakelt wurde und verletzt liegen blieb. Mit ausgekugelter Schulter musste der Kalifornier ins Krankenhaus gebracht werden, konnte aber am gleichen Abend noch wieder entlassen werden. Anfang der Woche wird er sich dann noch einmal von einem Spezialisten genauer untersuchen lassen, wo sich dann zeigen wird ob er länger ausfallen wird. Im letzten Viertel konnte keines der beiden Teams mehr punkten, so dass die Generals mit 14:6 als Sieger den Platz verließen.

„Das Spiel haben wir selbst weggegeben. Wieder einmal. Bis auf zwei Situationen hatten wir Göttingen in der Defense eigentlich im Griff. In der Offense haben wir leider unser Passspiel nicht so aufziehen können wie geplant“

Defensive Coordinator Jens Püschel nach dem Spiel.

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Fotos Dennis Leskys

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