Ein Teamplayer setzt Glanzpunkte

Mit dem Heimspiel gegen die Elmshorn Fighting Pirates geht am kommenden Sonntag im Marschweg Stadion eine Saison zu Ende die für die gastgebenden VfL Oldenburg Knights recht vielversprechend begann, aber am Ende wieder dort endete wo sie auch in den vorherigen Regionaligasaisons endete: In der unteren Tabellenhälfte. Dabei hatte man bereits nach drei Spielen den Klassenerhalt gesichert und spätestens nach dem 35:0 Sieg gegen Vorjahresmeister Braunschweig Lions II schien der angestrebte Platz Drei in der Abschlusstabelle nicht mehr unerreichbar. Auch in den folgenden Spielen zeigten die Jungs von Headcoach Florian Rückeshäuser, dass sie sich vor niemanden in der Liga verstecken müssen. Leicht eingefahrene Siege des Gegners wie in den Vorjahren. Fehlanzeige. Die meisten der verlorenen Spiele in dieser Saison hätte man auch für sich entscheiden können. Häufig machten sich die Knights das Leben selbst schwerer als der Gegner dies tat. Einer an dem es sicherlich nicht lag, dass das ausgegebene Saisonziel Platz Drei nicht erreicht wurde ist Wide Receiver / Quarterback Kyle Barnett. Der US-Boy sorgte regelmäßig für die Glanzpunkte im Spiel der Knights und avancierte schnell zum Publikumsliebling in Oldenburg. Dabei sieht er sich selbst eher als Teamplayer als, als Star der Mannschaft. „Ich spiele da wo ich gebraucht werde und dem Team helfen kann“, äußert er sich dann auch auf die Frage nach seiner Lieblingsposition.

Kyle Barnett wie würden sie die Leistung ihrer Mannschaft in diesem Jahr beurteilen?

Wir haben in dieser Saison nicht ganz das gezeigt was wir können. Ich glaube aber, dass diese Saison eine Aufbausaison war und wir im nächsten Jahr viel besser sein werden.

Glauben sie das sich die Knights auf Dauer in den oberen Ligen etablieren können?

Auf jeden Fall. Oldenburg bietet alles was man braucht um erfolgreich American Football zu spielen. Ein tolles Stadion was alles bietet was man braucht, eine Stadt in der Football immer populärer wird und ein sehr engagiertes Team hinter dem Team bei den Knights.

Das hört sich an als ob es ihnen hier sehr gut gefällt.

Ja, ich hatte bisher eine sehr gute Zeit hier in Oldenburg. Das ist eine sehr schöne Stadt. Wir haben ein cooles Team und eine coole Mannschaft. Als ich nach Oldenburg kam musste ich mich um nichts kümmern, das haben alles die Knights für mich gemacht. Sogar eine Wohnung haben sie mir besorgt. Anders als bei den Schwäbisch Hall Unicorns, die zu den besten Teams in Deutschland gehören, wohnen hier alle Spieler vor Ort. Das ist gut für das Teamgefüge. In Schwäbisch Hall sind viele von uns jedes Mal 2-3 Stunden zum Training gefahren.

Heißt das die Fans können sich auch im nächsten Jahr auf Kyle Barnett freuen?

Das weiß ich nicht genau. In den USA müsste ich meinen Collegeabschluß nachholen, wenn ich weiter Football spielen wollte. Da gibt es nicht so ein Vereinssystem wie in Deutschland. Da spielt man in der High-School, College, Universität, Arena Football oder NFL. Für die beiden letzteren bin ich wohl nicht gut genug. Deshalb muss ich mir überlegen ob ich aufs College gehe oder zurück nach Europa und vielleicht sogar wieder zu den Knights. Im College müsste ich dann auch wieder deutlich mein Training hochfahren. Da wird fünfmal die Woche mit dem Ball trainiert und am Wochenende gespielt. Hier trainieren wir zweimal und zusätzlich geht jeder für sich ins Fitnessstudio.