Thriller mit Happy End in Hannover

Touchdown Kyle Barnett

Das Spiel war als Pflichtsieg angesetzt. Die Hannover Spartans hatten schließlich alle Auswärtsspiele verloren. Darunter das Spiel gegen die Knights im heimischen Marschwegstadion. Entsprechend hoch war der Druck auf die VfL Oldenburg Knights, die auch in diesem Jahr mit rotem Trikot im Hannoveraner Rudolf Kalweit Stadion antreten mussten. Gleich im ersten Drive brachten sich die Oldenburger in Fieldgoal Reichweite. Der Dritte Versuch zum Touchdown wurde durch Hannover verhindert und so war es Jannik Birk, der als Kicker 3 Punkte für Oldenburg holte. Nachdem der folgende Hannoveraner Angriff gestoppt wurde holten sich die Knights im Folgenden weitere 3 Punkte durch Jannik Birk, nachdem Hannover auch diesen Angriff kurz vor der Endzone stoppte. Hannover war Zuhause deutlich wacher, wohl auch durch die öffentliche Ansage vom Präsidenten, dass nun endlich Punkte für Hannover kommen sollten. Und so sollte es dann auch geschehen. Nach einem Quarterback Sack an Justus Marterer gelang Hannover ein Safety und diese verkürzten auf 2:6 im ersten Quarter.

Gleich zu Beginn des zweiten Quarters erhöhte dann Rudolf Henne mit einem Catch und einem starken Lauf in die Endzone auf 2:13 für die Ritter. Hannover bringt sich nun allerdings nun noch einmal mit einem Touchdown durch Kai Ruhe und Zusatzpunkt ( Carlos Feix ) wieder heran und verkürzt auf 9:13. Dieses Ergebnis konnte allerdings bis in die Halbzeit gerettet werden.

Mit dieser knappen Führung gingen die Knights in die zweite Hälfte und das Spiel sollte noch spannender werden. Hannovers Fans witterten nun Morgenluft und peitschten ihr Team nach vorne. Der Schock folgte allerdings schon recht früh für Hannover. Eine Interception durch John Bornscheuer, der den Ball blitzschnell in die gegnerische Endzone trug brachte 6 Punkte auf das Konto der Oldenburger Defense und somit einen Spielstand von 9:19. Der Zusatzpunkt wurde jedoch nicht gut gegeben, was zu einem knappen Spielstand führte. Hannover reichte nun ein Touchdown und ein Fieldgoal um in Front zu gehen.
Die Spannung im Stadion war nun immer deutlicher spürbar und auf beiden Seiten häuften sich die Fehler und Strafen. Zwei Touchdowns kamen somit auch fast auf Ansage.  und die Spartans gingen mit 22:19 erstmalig sehr zur Freude des Publikums in Führung. Die Entscheidung eine Two Point Conversion zu versuchen sollte sich am Ende rächen. Mit einem Fieldgoal ( Carlos Feix ) erhöhten die Spartaner dann sogar noch auf 25:19. Nun lag es an den Knights das Spiel dennoch mit nach Hause zu nehmen. Der Mann, der sich dann um die helfenden Punkte kümmerte war Kyle Barnett. Der anschließende „Point after Touchdown“ wurde ebenfalls verwandelt (25:26). Jetzt begann das Zittern. Keines der Teams durfte sich nun noch Fehler leisten. Am Ende gelang es den Oldenburgern durch geschicktes taktieren mit der Zeit und sicherem Spiel die zwei, vor allem mental wichtigen Punkte mit nach Hause zu nehmen. Die Erleichterung auf Oldenburger Seite war allerseits spürbar und die Enttäuschung das vierte Spiel in Folge verloren zu haben auf Hannoveraner Seite groß.

„A win is a win“ hieß es dann für die Knights. Für die Arminia Spartans äußerte sich der Präsident Frank Schambor, alias „FFN Morgenmähn Franky“ gegenüber schwer enttäuscht gegenüber dem Lokalsender Oldenburg Eins. „Das tat richtig weh und ist ein Stich ins Herz“. Dennoch steht er bedingungslos zu seinem Head Coach Winston Huggins, der mit seinem Team eigentlich das dominantere Spiel lieferte. „Im Endeffekt zählt aber das Ergebnis und da haben wir leider verloren“