Adler zu stark für Oldenburger Ritter

Harte Arbeit

Die Berliner Adler erwiesen sich im ersten Play-Off-Spiel als der erwartet schwere Gegner für die VfL Oldenburg Knights. In einem auf physischer Ebene von beiden Teams hart geführtem Spiel mussten sich die Oldenburger am Ende deutlich mit 7:30 geschlagen geben und stehen im Aufstiegskampf bereits jetzt mit dem Rücken zur Wand.

Jetzt muss im Heimspiel gegen die Assindia Cardinals in zwei Wochen unbedingt ein Sieg her, wenn man den Sprung in die GFL2 noch schaffen will. Dies dürfte allerdings alles andere als einfach werden. „Ich schätze Essen sogar noch als stärker als Berlin ein“, so Sportdirektor Holger Völling, der den Unterschied zwischen den beiden Teams vor allem in der Tiefe das Kaders gesehen hat.

Während Berlin mit fünfzig Spielern angetreten war, hatten gerademal dreiunddreißig Ritter die Reise nach Berlin angetreten. „Bei uns mussten sowohl die Jungs aus der Offense- als auch der Defense-Line sowie unsere Running Backs durchspielen da wir hier keine Alternativen hatten“. Zu allem Übel verletzte sich Quarterback Justus Marterer noch vor der Pause so schwer, dass für ihn nicht nur das Spiel beendet war, sondern eventuell die Saison. „Justus hat sich eine schwere Prellung und eine Zerrung zugezogen. Das wars für diese Saison, aber glücklicherweise ist nichts gebrochen“, zeigt sich Völling erleichtert darüber, dass nichts Schlimmeres passiert ist.

Nun liegt im letzten Saisonspiel die ganze Last auf den Schultern von Andreas Loreth.
Dabei hatte das Spiel garnichtmal so schlecht für die Gäste begonnen. Zwar konnten die Gastgeber gleich mit ihrem ersten Angriffsspiel mit 7:0 in Führung gehen, aber die Knights ließen sich davon zunächst nicht beeindrucken und glichen schon wenig später durch Johann Kruthaup sowie Jannik Birk zum 7:7 aus.

„Zu Beginn des Spiels dachte ich heute geht etwas. Die Adler haben uns wohl anfangs auch etwas unterschätzt und waren dann überrascht das auch die Knights Football spielen können, aber irgendwann haben sie uns den Schneid abgekauft“

Die Adler Offense kam nun immer besser in Fahrt und brachte ihr Team noch vor der Pause durch ein Fieldgoal sowie einen weiteren Touchdown wieder mit 17:7 in Führung. Unmittelbar vor der Pause gelang es James Craddock noch einen Fumble der Adler aufzunehmen und bis auf zwei Yards an die Endzone heranzutragen. Der Pausenpfiff machte aber die Hoffnung auf weitere Punkte der Knights zunichte. Nach der Pause kam nun Berlins Quarterback Zach Cavanaugh immer besser ins Spiel und sezierte die Oldenburger Defense messerscharf, so dass die Adler folgerichtig noch zwei weitere Mal den Ball in die Oldenburger Endzone tragen konnten und die Führung auf 30:7 ausbauten. Dabei sollte es auch dank der guten Defense der Knights bleiben. „Unsere Defense hat heute definitiv Zweitliganiveau bewiesen“, freute sich Völling nach dem Spiel. Auch Berlins überragender Quarterback Zach Cavanaugh zeigte sich beeindruckt nachdem er erstmals in dieser Saison gefumbled worden ist und das gleich zweimal. „Ich hatte in diesem Jahr noch nie solch einen harten Arbeitstag gehabt“, lobte er seine Gegenspieler.