Die Null soll stehenbleiben

Simon Gelhaus

Dreimal liefen die VfL Oldenburg Knights in dieser Saison bereits gegen eins der beiden Hamburger Teams auf und noch nicht ein einziges Mal schaffte es ein Hamburger Spieler die Oldenburger Endzone mit dem Ball zu betreten. Das soll auch beim letzten Spiel der Saison am Samstag bei Tabellenführer Hamburg Pioneers so bleiben. „Die Null soll stehen bleiben“, gibt Defense Coordinator Jens Püschel dementsprechend auch das Motto des Tages aus. „Wir fahren nicht nach Hamburg um mitzuhalten mit dem Tabellenführer, sondern wir wollen das Spiel gewinnen. Unser Saisonziel haben wir bereits erreicht. Ein Sieg gegen die Pioneers wäre nun das Sahnehäubchen auf eine super Rückrunde, die wir gerne mit einem weiteren Erfolgserlebnis beenden würden“, sieht Trainer Holger Völling eine realistische Chance auch bei den Pioneers zu bestehen und somit schon frühzeitig den vierten Platz in der Endabrechnung fix zu machen. Ganz nebenbei könnten sich die Knights auch noch als Meistermacher betätigen, da die Hannover Spartans derzeit nur einen Punkt hinter den Pioneers liegen. „Die Pioneers wissen auch das sie dieses Spiel noch nicht gewonnen haben und werden sich sicherlich an das 0:0 im Hinspiel erinnern. Offense Coordinator Marcus Meckes hat bei der Videoanalyse ein paar Lücken in der Defense der Pioneers entdeckt und sich für die ein paar Überraschungen ausgedacht. Mal sehen wie schnell die darauf reagieren können“, so der Knights-Trainer, der bis auf O-Liner Florian Rückeshäuser, alle Mann mit an Bord hat. „Flo wird uns schon fehlen, aber da er nachdem er als Trainer aufgehört hatte, eigentlich nur noch ein bisschen in der Zweiten spielen wollte hatte er für diese Zeit schon Urlaub gebucht. Mittlerweile hat er aber wieder richtig Feuer gefangen und ärgert sich nun nicht dabei sein zu können“.

Einer der mit dafür sorgen soll das die Offense die nötigen Punkte für einen Sieg einfährt ist Wide Receiver Simon Gelhaus, der in der Vorsaison ausgerechnet gegen die Pioneers sein Debüt im Knights Trikot gegeben hatte. Eine Knieverletzung hatte den Rookie einen großen Teil der Saison außer Gefecht gesetzt, so dass er im erst viertletzten Saisonspiel erstmals für die Grünen auflaufen konnte. Zuvor hatte er schon einiges im Sport ausprobiert. So hat er Fußball, Handball sowie Tennis gespielt und sich im Kampfsport ausprobiert. So richtig hat ihn keine dieser Sportarten gepackt, dies sollte sich erst mit dem Football ändern. „Ich hatte vom Probetraining bei Facebook gelesen und weil mich die NFL seit längerem fasziniert hat bin ich einfach mal hin. Da war ich sofort angefixt vom besten Sport.“ Auf dem Spielfeld beeindruckt der 22jährige immer wieder damit wie er selbst in größter Bedrängnis den Ball sicher fangen kann. Aber damit ist sein Job als Wide Receiver noch längst nicht getan. „Auch wenn man es nicht glaubt, so hat man als Receiver verschiedene Jobs zu erfüllen und es geht nicht nur darum Bälle zu fangen. Auch wenn das unter anderem eine meiner Stärken ist“, berichtet der vielseitig einsetzbare Offensivspieler der Knights. „Es war dieses Jahr von Vorteil, dass ich unser Playbook gut verstanden habe und so immer wieder auf anderen Positionen eingesetzt werden konnte. Das war wichtig bei den vielen verschiedenen Spielern, die dieses Jahr als Receiver ausgeholfen haben und auf dem Feld an die Hand genommen werden mussten.“ Das erste Saisonziel welches er und seine Kollegen sich im Frühjahr gesetzt haben wurde bereits erreicht. Nun soll am Samstag auch noch Nummer Zwei unter Dach und Fach gebracht werden. „Unser gemeinsames Ziel als Team war es diese Saison zur besten der Knights zu machen. Dabei wollten wir am Ende möglichst mit einer ausgeglichenen Bilanz dastehen. Für mich persönlich will ich mich natürlich als Spieler mit dem Team weiterentwickeln“.

Kommentar verfassen