Leibspeise der Ritter? Hamburger!

Auch im zweiten Spiel unter Trainer Holger Völling konnten die VfL Oldenburg Knights einen Zu-null-Sieg einfahren. Beim Aufstiegsaspiranten Hamburg Blue Devils gab es an diesem Samstag einen knappen 6:0 Sieg. Bereits das Hinspiel hatten die Knights mit 9:0 für sich entscheiden können. „Die Hamburger Teams liegen uns einfach“, hatte Völling schon vor dem Spiel optimistisch nach Hamburg geschaut und sollte Recht behalten. Besser könnte die Bilanz nach drei Spielen gegen die beiden besten Teams der Liga, Blue Devils und Pioneers, kaum aussehen: 5:1 Punkte sowie 9:0 Touchdown-Punkte. Einzig Hannover ist es bisher gelungen den beiden Spitzenteams je einen Sieg abzutrotzen.

Die Gäste aus der Huntestadt machten zunächst dort weiter wo sie am letzten Spieltag aufgehört hatten und bereits mit ihrem zweiten Angriffsspiel näherten sie sich gefährlich nah der Hamburger Endzone. Nach Pass von Jackson Putnam hatte Andreas Bergholz mit einem guten Laufspiel sein Team weit in die gegnerische Hälfte gebracht. Nun war es an Pascal Brinkers, der einen weiteren Pass seines Quarterbacks kurz vor der Endzone fing, sein Team in eine hervorragende Position zu bringen. Die letzten 1-2 m legte Putnam dann selbst zurück und brachte sein Team mit 6:0 in Führung. Wenig später wurde der Rhythmus der Knights allerdings ein wenig außer Takt gebracht. Ein Unwetter sorgte für eine rund halbstündige Spielunterbrechung. Nach Wiederanpfiff lieferten sich beide Teams einen harten Kampf ohne aber irgendetwas zählbares aufs Scoreboard zu bringen. Es entwickelte sich ein spannender Footballkrimi bei dem den Knights nach der Pause nur wenige Zentimeter zu einem weiteren Erfolgserlebnis fehlten. Wieder einmal hatte sich Putnam alleine auf den Weg Richtung Endzone gemacht. „Ich hatte die Arme schon zum Touchdown-Jubel hochgerissen, aber dann hat man Jacks nur wenig Zentimeter vor der Linie den Ball aus der Hand geschlagen“, erzählt der Knights-Trainer von der Situation, die wahrscheinlich zu einer Vorentscheidung geführt hätte. So blieb es spannend und die Oldenburger mussten bis zum Ende um den Sieg bangen. „Ein Touchdown mit Extrapunkt und wir hätten mit leeren Händen dagestanden.“ So mussten die Gäste alleine in den letzten 17 Sekunden des Spiels noch zwei brenzlige Situationen überstehen. Aber Philipp Drews sowie Ray Tiller konnten jeweils in höchster Not noch die Finger dazwischen bringen und so blieb es beim knappen 6:0 Sieg. „Da wir nur mit 28 Mann angereist sind mussten einige Spieler wie Pascal Brinkers sowohl Defense als auch Offense spielen. Aber die Jungs haben sich die Seele aus dem Leib gelaufen und aufopferungsvoll gekämpft“, lobt Völling sein Team für deren Einsatz. „Wenn wir die Saison noch einmal von vorne anfangen könnten, würden wir oben mitspielen“, ergänzt Defense-Coordinator Jens Püschel mit Blick auf die gute Stimmung die mittlerweile im Team herrscht.

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