Nordwest-Pokal der Footballer ist bereits wieder Geschichte

Vor zwei Wochen sah die Football-Welt noch anders aus

Wie hatten sich die American Footballer der VfL Oldenburg Knights, Bremerhaven Seahawks und Bremen Firebirds vor einigen Wochen noch gefreut, dass sie dank des neugeschaffenen Nordwest-Pokals endlich wieder Spiele absolvieren durften. Die Freude sollte aber nicht lange währen. Nach gerademal zwei absolvierten Spielen (Seahawks – Knights 6:17 / Seahawks -Firebirds 34:6) in Bremerhaven zog Ligaobmann Jörn Redler an diesem Dienstag den Stecker, so dass der Pokal schon wieder Geschichte ist. Zuvor hatte bereits Schiedsrichterobmann Sebastian Barth eine Ansetzung von Schiedsrichtern verweigert. Beide beriefen sich dabei auf die Verordnung des Landes Niedersachsen wonach Spiele nur mit maximal 50 Personen zugelassen sind. Aber was bedeutet das? Sind damit alle Personen im Innenraum gemeint? Also auch Trainer, Betreuer und Schiedsrichter oder nur die Spieler? Da gehen die Meinungen auseinander. Ein Blick auf die Homepage des Niedersächsischen American Football Verbandes bringt einen da nicht weiter. Dort steht nämlich: NICHTS. Anders als beim Nordrhein-Westfälischen Landesverband wo explizit nur von Spielern gesprochen wird. Auch die Homepage des Landes Niedersachsen liefert hier keine Klarheit. Dort steht nämlich lediglich das bei der Sportausübung in Gruppen von bis zu 50 Personen, körperlicher Kontakt erlaubt ist. Ein Satz der viel Platz für Interpretationen lässt. Immerhin kommt es beim Football eher selten zu Körperkontakt zwischen Spielern und Schiedsrichtern. Auch die Trainer könnten problemlos den Abstand einhalten. Eine Anfrage beim CDU-Fraktionsbüro in Hannover ergab das man auch dort der Meinung ist das mit den 50 erlaubten Sportlern nur die Spieler gemeint sind. Selbst der Ligaobmann scheint sich da nicht ganz sicher zu sein. Immerhin schreibt er in seiner Absage des Turniers von 50 aktiven Sportlern. Trainer und Schiedsrichter werden im Allgemeinen eigentlich nicht als aktive Sportler bezeichnet. Nichtsdestotrotz hat er sich für eine Absage entschieden. Eine Entscheidung welche die drei Vereine zähneknirschend akzeptieren müssen denn schließlich ist es am Ende Jörn Redler der die Verantwortung trägt sollte es zu einem Corona-Ausbruch unter den Spielern kommen. „Natürlich ist das extrem frustrierend für uns, aber uns bleibt nichts anderes übrig als die Entscheidung zu akzeptieren und uns jetzt in die Vorbereitung auf die neue Saison zu stürzen“, so ein sichtlich enttäuschter Sportdirektor Holger Völling.