Die Unbesiegbaren wurden besiegt

Einmarsch zur Abwehrschlacht

Von Beginn an entwickelte sich im Marschweg Stadion eine wahre Defensivschlacht in der beide Abwehrreihen wenig zuließen. Es sollte bis zum Ende des ersten Viertels dauern bevor der Ball erstmals gefährlich in die Nähe der Endzone der Knights kam. Hamburgs Quarterback warf im dritten Versuch einen langen Pass auf einen seiner Wide Receiver. In allerletzter Sekunde konnte Oldenburgs Felix Vollmer den Ball noch abfangen und so für einen vierten Versuch der Gäste sorgen. Hier versuchten die Devils aus 50 Yard Entfernung ein Field Goal zu erzielen. Der Ball ging zwar durchs Tor, wurde aber von den Schiedsrichtern aufgrund eines Regelverstoßes zuvor nicht gegeben. So blieb es allerdings beim 0:0 und die Gäste bekamen erstmals in diesem Spiel ein zweites First Down zugesprochen. Die Gastgeber mussten ihrerseits noch etwas länger warten bevor erstmals ein Raumgewinn von 10 Yard gelang und sie so ein zweites First Down bekamen. Dies konnten sie dann aber erfolgreich abschließen. Zunächst war Alexander Röhrich noch mit einem Laufspiel kurz vor der Endzone gestoppt worden. Drei Sekunden standen da noch in der ersten Halbzeit auf der Uhr. Trainer Mathias Bonner ging auf Nummer sicher und schickte „Mr. Zuverlässig“ Jannik Birk für ein Field Goal Versuch aufs Feld. Und der 23jährige zeigte einmal mehr seine hervorragenden Kicker Qualitäten und brachte sein Team mit dem Pausenpfiff mit 3:0 in Führung.
Kurz nach dem Wiederanpfiff dann ein Schockmoment als Quarterback Andreas Loreth verletzt vom Platz und ins Krankenhaus gebracht werden musste. Aber die Knights, allen voran die Defense um Neuzugang Tevin Hanley, ließen sich nicht aus dem Konzept bringen. „Tevin war nicht zu Unrecht bester Defensivspieler der Liga im Vorjahr. Der weiß schon wie man verteidigt“, freute sich Knights-Pressesprecher Ralf Dorendorf über den Oldenburger Turm in der Abwehrschlacht. Aber Hanley war nicht der einzige Neuzugang der an diesem Tag erstmals für die Knights auflief. Der andere heißt Ray Tiller. Und der quirlige Amerikaner war es dann auch der im letzten Quarter mit einem Touchdown für den 9:0 Endstand sorgte. Nach kurzem Pass von Justus Marterer legte der Wide Receiver einen Slalomlauf durch die gegnerische Abwehr über den halben Platz hin und erzielte seinen ersten Touchdown für die Knights. „Das hätte ich nie gedacht das wir es sind die die Serie der Devils beenden und dann auch noch zu null. Beide Abwehrreihen haben heute einen Wahnsinnsjob gemacht“, zeigte sich Sportdirektor Holger Völling mehr als zufrieden.

Bilder von Dennis Leskys

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